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ChefTreff - ein K5 Podcast von Sven Rittau

Sven Rittau, K5 Host
ChefTreff - ein K5 Podcast von Sven Rittau
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    CT #304 Geliehene Kultur, gekaufte Rechte: Fanatics-Deutschlandchef Armand Farsi über den Kampf um den Kleiderschrank

    20/10/2026 | 46 mins.
    Die EM 2024 hatte ein Problem, das sich jede Marke wünscht, aber keine tatsächlich haben will. Die Nationalmannschaft war plötzlich wieder begehrt, und Adidas war restlos ausverkauft. Nachproduzieren dauert Wochen, das nächste K.-o.-Spiel stand aber schon in ein paar Tagen an. Fanatics füllte die Lücke mit einem eigenen Fanshirt, das nach fünf, sechs Tagen entwickelt und im Lager vorrätig war. Armand Farsi, General Manager Germany bei Fanatics, erzählt die Geschichte ganz ohne Triumphgeste, für ihn ist sie schlicht das Geschäftsmodell in Kurzfassung. Denn wer die Rechte hält und schneller ist als die Marke, steht im Moment der größten Leidenschaft mit dem passenden Produkt da.

    Rund vier Jahre nach der ChefTreff-Folge #143 ist Farsi zurück bei Sven Rittau, diesmal vor Ort im K5 Studio. Fanatics hat in dieser Zeit aus einem Lizenzhändler ein Ökosystem gemacht. Im Gespräch geht es um die Ökonomie der Lizenzen und um siebenstellige Sortimente, über die an einem einzigen Finalabend entschieden wird. Und es geht um die Frage, warum ausgerechnet ein Plattformbetreiber das Produkt wieder zur Chefsache erklärt.

    Die Themen der Folge:
    Die Ökonomie der Lizenz: Technisch kauft Fanatics immer eine Lizenz, entscheidend ist aber, was darin steckt: Online, stationärer Handel, Produktentwicklung und Territorien. In den US-Ligen genügt dafür ein Vertrag, in Europa braucht es hingegen Geduld und Gespräche mit jedem Club einzeln. 
    Ein Finale, zwei Sortimente: Fanatics arbeitet mit einer siebenstelligen SKU-Zahl, kann jeden Spielernamen beflocken und bereitet vor jedem Endspiel zwei Wirklichkeiten vor. Bei Fanatics heißt das Hot Market. Den größten in der Firmengeschichte erlebte das Unternehmen in diesem Jahr, als die New York Knicks nach 53 Jahren Meister wurden.
    Product, Story, Availability: Armand stellt diesen Dreiklang über jede Conversion-Optimierung. Als Beispiele zieht er ran, wie aus der BVG oder einem Albumjubiläum von Jay-Z Kollektionen werden, bei denen aus eins und eins drei wird.
    Sammelkarten mit Stoff: Nach der Übernahme von Topps traf Fanatics auf eine Industrie, die weniger als ein Prozent ihres Umsatzes in Marketing steckte. Der Umbau in Richtung D2C machte Margen frei. Sie flossen unter anderem in eine Idee, auf die man rückblickend auch früher hätte kommen können: den Debut Patch, ein Stück Trikot vom ersten Spiel eines Rookies, eingeschweißt auf seiner Karte.
    Deutschland, Spielzeit 2026: Die NFL kommt nach München, die NHL nach Düsseldorf, und die NHL legt ihren Spielplan auf den deutschen Montagabend. Armand erklärt, wie Fanatics daraus lokale Kollektionen macht und warum sich all das am Ende am Share of Closet messen lassen muss.

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    CT #303 Niche rhymes rich: KEEPERsport-Gründer Martin Krenn über 25 Jahre Spezialistentum und den Torwart als Geschäftsmodell

    06/10/2026 | 1h 2 mins.
    Martin Krenn war selbst Torwart und hat das Profi-Dasein gegen eine Firma eingetauscht, die er für genauso anspruchsvoll hält, nur eben auf einem anderen Spielfeld. Mit KEEPERsport hat er gemeinsam mit Co-Founder Georg ein Unternehmen aufgebaut, das seit dem Jahr 2000 ausschließlich eines macht: den Torwart besser ausrüsten. Handschuhe, Polsterungen, Trainingsequipment, samt Eigenmarke und Events. Im Gespräch mit Sven Rittau erklärt er, warum das kein Nachteil ist und weshalb genau diese Radikalität in einer Welt, in der Generalisten auf jedes Suchwort bieten, zunehmend der einzige verteidigbare Wettbewerbsvorteil ist.

    Die Folge ist aber auch ein offenes Gespräch über KI, mit jemandem, der ein Buch darüber geschrieben hat und KI-Agenten täglich im eigenen Unternehmen einsetzt, inklusive eigenem Webshop auf SAP, mit Claude für das gesamte Team ausgerollt, mit Agenten, die Features entwickeln, während Menschen die Richtung bestimmen. Vor einem Jahr, sagt Martin, hätte er gedacht, ein Unternehmen wie KEEPERsport habe keine Chance mehr. Heute ist er euphorischer als je zuvor.

    Die Themen der Folge:
    Spezialist gegen Generalist: Warum KEEPERsport mit 10 Millionen Euro Umsatz und 40 Mitarbeitenden trotz Amazon, D2C-Marken und Influencer-Eigenmarken im Torwart-Segment nicht nur überlebt, sondern wächst
    Die Eigenmarke als Zukunft: Warum KEEPERsport den Drittel-Anteil der Eigenmarke konsequent ausbauen will und warum agentisches Einkaufen in 10 Jahren die entscheidende Frage aufwirft: Schickt mir der Agent Adidas-KäuferInnen? Vielleicht. Aber KEEPERsport-KäuferInnen schickt er mir sicher.
    KI als Wendepunkt: Wie Martin Krenn Claude für das gesamte Team ausgerollt hat, warum ein leeres System ohne Vision, Leitplanken und Kontext nutzlos ist und wie Features, die früher zwei Wochen Entwicklungszeit gebraucht hätten, heute in drei Stunden live sind.
    Agenten orchestrieren wie Verteidiger: Die Torwart-Metapher, die durch das ganze Gespräch zieht: Wer seine Verteidiger gut kommandiert, bekommt weniger Bälle. Wer seine Agenten gut aufstellt, hat mehr Zeit für das, was wirklich zählt.

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    💻 KEEPERsport

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    CT #302 Von 20 auf 200 Millionen: Wie KoRo vom Nuss-Trader aus Wedding zur Omnichannel-Marke wurde

    29/09/2026 | 48 mins.
    Florian Schwenkert ist seit 2019 bei KoRo, eingestiegen als COO, seit 2024 als CEO. Er hat die Phase mitgemacht, in der sich der Umsatz von einem Monat auf den nächsten vervierfacht hat, er hat den Schritt in den Einzelhandel von einer Testlistung bei Bio-Supermärkten auf mehrere tausend POS geführt und er hat das Unternehmen auf einen Kurs gebracht, auf dem man heute nüchtern sagen kann: fast 200 Millionen Euro Umsatz, 300 Mitarbeitende, eine 35 Millionen Euro Finanzierungsrunde und Tony Petersson – ehemaliger CEO von Oatly – im Board sprechen eine deutliche Sprache. Im Gespräch mit Sven Rittau, aufgenommen im Februar 2025, erklärt er, wie das gegangen ist und wo die Arbeit jetzt erst richtig anfängt.

    Florian ist ein Manager, der ehrlich über Fehler spricht, bevor er über Erfolge redet. Zum Beispiel über den Moment, in dem man gemerkt hat, dass KoRo am Tag des Beginns des Ukrainekriegs die Online-Strategie komplett auf Omnichannel umschwenken musste. Oder über die operative Komplexität, die man bei einem Wachstum von 40 bis 60 Prozent pro Jahr skalieren muss – in Logistik, Softwarelandschaften, Lagerkapazitäten – und die von außen immer einfacher aussieht, als sie ist. Und über den Fokus, den er sich selbst und dem Unternehmen wünscht hätte er ihn früher gelernt.

    Die Themen der Folge:
    Der Omnichannel-Pivot: Wie KoRo am Tag des Beginns des Ukrainekriegs entschieden hat, die Strategie komplett umzuwerfen und wie aus einem kleinen Einzelhandels-Experiment innerhalb eines Jahres mehrere tausend POS wurden.
    Die Einstiegsstrategie im LEH: Warum KoRo nicht direkt mit REWE und EDEKA gestartet hat, sondern mit Bio-Supermärkten und einer fokussierten Range und warum das im Nachhinein die einzig richtige Entscheidung war.
    Verpackung als Differenzierung: Warum das schlichte, uncolorful KoRo-Design im Regal ein Vorteil ist und was Tony Petersson und die Oatly-Geschichte damit zu tun haben.
    Lokales Marketing als Wachstumshebel: Wie KoRo in Frankreich mit Judo-Olympionike Teddy Riner zusammenarbeitet (einem Nationalheld mit 90% Bekanntheit, den in Deutschland fast niemand kennt) und warum Vertrauensaufbau vor Performance-Marketing kommen muss.
    Die nächsten drei Prioritäten: Einzelhandelstiefe in Deutschland und Europa, B2C-Internationalisierung in Frankreich und Italien und operative Exzellenz, die bisher nicht KoRos stärkste Seite war und jetzt zur Grundlagenarbeit für die nächste Wachstumsphase wird.

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    👱 Florian Schwenkert: https://de.linkedin.com/in/florian-schwenkert   
    🥜 KoRo: https://www.korodrogerie.de/   

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    CT #301 Vom SIGNA-Strudel zum Erfolg: Die Comeback-Strategie von Tennis Point

    22/09/2026 | 48 mins.
    Tennis Point gibt es seit 1998, gegründet von zwei Studenten in Münster, die einen Tennisshop aufmachten, weil sie leidenschaftliche Spieler waren und es einfach tun mussten. Ein Jahr später kam der erste Webshop. Seitdem ist alles gewachsen: das Sortiment, die Märkte, die Formate und die Community. Heute betreibt das Unternehmen knapp 30 Webshops in ganz Europa, 31 Retail-Stores und drei Spezialistenmarken: Tennis Point, Paddlepoint und Running Point. Im Gespräch mit Sven Rittau macht CEO Andreas Otto klar, warum das kein Zufall ist und weshalb Spezialistentum in einem Markt voller Generalisten gerade jetzt der stärkste Wachstumshebel ist.

    Die Folge zeichnet das Bild eines Unternehmens, das durch eine turbulente Phase – als Teil der SIGNA-Gruppe geriet Tennis Point in den Strudel einer der größten Insolvenzen der deutschen Unternehmensgeschichte – mit bemerkenswert klarem Kopf hindurchnavigiert ist und heute stabiler und fokussierter dasteht als zuvor. Andreas Otto ist seit Oktober 2025 in der Gesamtverantwortung und analysiert mit der Nüchternheit eines Managers, der sein Geschäft genau kennt: Warum Community kein Marketing-Begriff ist, sondern das Fundament des Geschäftsmodells und wieso alle 31 Stores profitabel sein müssen und es auch sind.

    Die Themen der Folge:
    Die SIGNA-Krise als Wendepunkt: Wie Tennis Point den Strudel der Insolvenz überstanden hat und warum das Unternehmen danach schneller und fokussierter wieder auf die Beine kam, als viele erwartet hatten.
    Drei Marken, ein Prinzip: Wie Tennis Point, Paddlepoint und Running Point als eigenständige Spezialisten funktionieren und weshalb das Modell des tiefen Sortiments, des echten Service und der Community-Nähe in allen drei Verticals gleich stark trägt.
    Community als Geschäftsmodell: Wie Tennis Point die Infrastruktur aus 8.500 Tennisclubs, 45.000 Tennisplätze sowie 20.000 Coach- und Club-Partnerschaften in Europa nicht nur als Absatzkanal, sondern als strategische Grundlage für Loyalität und Relevanz nutzt.
    Der Racket-Boom und seine Treiber: Warum Tennis eine Aura hat, die immer wieder zurückkommt – und wie Social Media, eine neue Spielergeneration und der Paddle-Hype zusammen einen Racketsport-Boom erzeugen, von dem Tennis Point strukturell profitiert wie kaum ein anderer.
    Omnichannel ohne Eitelkeit: Warum alle 31 Stores profitabel sein müssen – und es sind. Und warum der Store nicht als Kostenfaktor, sondern als Community-Anlaufpunkt und Markenerlebnisort verstanden wird, der die Loyalität zu Tennis Point nachweislich antreibt.

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    👨 Andreas Otto: https://www.linkedin.com/in/andreasotto/ 
    💻 Tennis Point: https://www.tennis-point.de/ 

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    💻 K5: https://k5.de/
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    CT #300 Throwback zu 300 Folgen: ChefTreff Nr. 1 mit Philipp Westermeyer, OMR

    15/09/2026 | 49 mins.
    Der ChefTreff feiert heute die 300. Episode. Und welche Folge wäre wohl geeigneter, um 300 Podcastfolgen gebührend zu begießen? Natürlich die allererste ChefTreff-Folge: Ursprünglich veröffentlicht im Mai 2017 bringen wir sie noch einmal auf Eure Ohren.

    Warum? Weil es sich lohnt, auch mal zurückzuschauen und zu erkennen, wie weit wir alle gekommen sind.

    Denn 2017 sah die Geschichte so aus: Philipp Westermeyer hat zwei Firmen aufgebaut und wieder verkauft, bevor er die OMR gründete. Aus eigenen SEO-Projekten entstand 2009 ein Ad-Tech-Geschäft für Werberestflächen im Banner-Bereich, profitabel genug, um es an den alten Arbeitgeber zu verkaufen. Mit TRIGO folgte ab 2011 das nächste Kapitel, diesmal mit VC-Geld von Project A, verkauft an Zanox und Axel Springer. Als ein neuer Vorstand bei Zanox das Geschäft zur Randnotiz im Kerngeschäft erklärte, kaufte Philipp es mit eigenem Geld zurück, bevor es schließlich bei Zalando landete. Für Philipp eine klare Lektion zu Kontrolle und Incentivierung bei Übernahmen: Wie hältst Du GründerInnen und Talente nach einem Exit an Bord?

    Aus einer Konferenz mit 200 Gästen im Jahr 2011 ist eine Plattform mit (Stand 2017!) über 26.000 BesucherInnen geworden. Philipp rechnet in dieser Folge vor, warum er kaum eine andere Wahl hat, als weiter zu wachsen, statt die Preise hochzuziehen und erklärt, warum die eigene Reichweite und nicht der beste Content der Hebel hinter dem größten Business-Podcast im deutschsprachigen Raum war. 

    In dieser Folge mit Philipp Westermeyer und Sven Rittau lernst Du:
    💰 Warum ein Investor an Bord bedeutet, dass Du die Kontrolle über Deine eigene Firma auf Zeit abgibst
    ⚙️ Wie Konzerne nach Übernahmen private-equity-artige Incentive-Strukturen für GründerInnen nachbauen, um Talente zu halten
    📊 Warum Discovery über die eigene Plattform mehr Wachstum bringt als der beste Content

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    🌟Du willst den K5 Spirit auch außerhalb der Konferenz erleben? Dann ab zum nächsten K5 MEETup. Am 22. September bringen wir im Kapten & Son Store in Köln die Branche zusammen. Ein Abend, einen Drink in der Hand, und Gespräche, die dort weitermachen, wo Standard-Events aufhören. In Interviews und Paneltalks mit spannenden Brands und Köpfen bekommst Du die Insights, die Dein Business wirklich weiterbringen und kannst inspirierende Kontakte knüpfen. Für Snacks, Drinks und die richtigen Leute sorgen wir, Du musst nur Deine Neugier mitbringen. Die Plätze beim K5 MEETup Köln sind limitiert, also sei schnell: Sichere Dir jetzt noch Dein Ticket! 🌟

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    🙎🏻‍♀️ Philipp Westermeyer
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ChefTreff – Wo Zahlen zählen und Strategie liefern muss. Das Audio-Audit für den Handel. Host & K5-Macher Sven Rittau spricht mit den Gestaltern der Branche nicht über PR, sondern über den Maschinenraum erfolgreicher Unternehmen. Im Fokus: Echte P&L-Verantwortung, Strategie und die Frage, wie man im Marktumbruch besteht. Weg von der Theorie, hin zu anwendbaren Heuristiken. Sven (u.a. zooplus Co-Gründer & Investor) agiert dabei als Sparringspartner auf Augenhöhe, um die Muster des Erfolgs freizulegen. Authentisch, direkt und mit klarem Ziel: #learnfromthebest
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